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Hero Imange GwG Folge 21

Podcast "Geschichte wird gemacht": „Mehr Zeit zum Leben, Lieben, Lachen“ – Warum 35 Stunden Arbeit die Woche genug sind

1984 haben tausende Menschen in der Metall- und Druckindustrie wochenlang dafür gekämpft, bei gleichem Lohn 35 statt 40 Stunden die Woche zu arbeiten.

Wir alle sollen mehr arbeiten! Zumindest, wenn es nach Bundeskanzler Friedrich Merz geht. Ideen wie eine 4-Tage-Woche für alle scheinen bei der aktuellen politischen Debatte plötzlich wie ferne Utopien. Dabei waren wir schon mal viel weiter: In den 1980er Jahren legten tausende Menschen ihre Arbeit nieder, um mit der IG Metall und der IG Druck und Papier für eine 35-Stunden-Woche zu kämpfen.

Blockierte Werke, Lastwagen, die auf Streikende zurollen, Zeitschriften, die mit Helikoptern ausgeliefert werden. Bei den Streiks um die 35-Stunden-Woche der IG Druck und Papier ging es ganz schön zur Sache. Einer, der damals ganz vorne mit dabei war, ist Viktor Kalla. Er war damals Drucksetzer und Teil des Betriebsrats der Frankfurter Rundschau. In dieser Folge erzählt er von dem Streik, den er trotz großer Anstrengungen und gefährlicher Situationen als die schönste Zeit seines Lebens erinnert.

Doch nicht nur die IG Druck und Papier, auch bei der IG Metall wurde damals für eine 35-Stunden-Woche gestreikt. Wie die Kommunikation damals ablief, darüber hat Sascha Kristin Futh ihre Promotion geschrieben. Heute leitet sie das Ressort Branchenpolitik bei der IG Metall. Außerdem hören wir Sophie Vossel, die Teil des Bundesjugendvorstands von ver.di ist. Sie erzählt, was Merz Forderungen danach, dass mehr und härter gearbeitet werden soll, mit ihr und anderen jungen Menschen machen.

Teil dieser Bewegung war damals Erik Merks. Er erinnert sich an Demonstrationen, Protestaktionen und daran, wie sich der Alltag für Auszubildende Schritt für Schritt veränderte.

Außerdem hören wir den Historiker Knud Andresen. Er ordnet die Lehrlingsbewegung in die gesellschaftlichen Umbrüche der 1968er-Zeit ein und erklärt, warum sie weit mehr war als ein Ableger der Studentenbewegung.

„Geschichte wird gemacht” ist eine Produktion von Hauseins im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung.   

Host: Maria Popov

Redaktion: Katharina Alexander für Hauseins und Amanda Witkowska Pawella für die Hans-Böckler-Stiftung. 

Produktionsleitung: Stefanie Groth  

Schnitt und Sounddesign: Joscha Grunewald   

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Alle Informationen zum Podcast

4-Tage-Woche, mitbestimmtes Arbeiten, Quiet Quitting … die Frage, wie wir arbeiten und wie wir leben wollen, treibt uns um. Während wir darüber nachdenken, was sich ändern sollte, lohnt sich der Blick zurück: Was haben wir eigentlich schon dazu gewonnen - und wie kann es von hier aus weitergehen? In „Geschichte wird gemacht“ zeigen wir euch, wie Gewerkschaften als tragende Säule der Demokratie bessere Arbeits- und Lebensbedingungen für alle erkämpft haben, wie wir heute davon profitieren - aber auch wo noch Luft nach oben ist.

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