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Hero Imange GwG Folge 20

Podcast "Geschichte wird gemacht": Lehrjahre sind keine Herrenjahre - Die Lehrlingsbewegung und der Kampf um Mitbestimmung

Strafarbeiten, Ohrfeigen und Botengänge: Bereits Ende der 1960er wehren sich tausende Lehrlinge gegen autoritäre Ausbilder und schlechte Ausbildungsbedingung - und verändern damit die Berufsausbildung in Deutschland nachhaltig.

Ausbildungsfremde Arbeiten, strenge Hierarchien und kaum Mitspracherecht - für viele Lehrlinge gehört das Ende der 1960er Jahre zum Alltag. Doch immer mehr junge Menschen wollen sich das nicht länger gefallen lassen. Sie zeigen Missstände auf, organisieren Demonstrationen und treten für eine Ausbildung ein, die ihren Namen auch verdient.  

Einkaufen für den Vorgesetzten, den Garten pflegen oder das private Dach der Garage vom Chef decken - solche Erfahrungen machen Auszubildende auch heute noch. Doch das Phänomen ist nicht neu. Die Debatte darüber, was eine gute Ausbildung ausmacht, hat schon Jahrzehnte früher begonnen. 

Deshalb schauen wir in dieser Folge auf die Lehrlingsbewegung der späten 1960er und frühen 1970er Jahre. Tausende Auszubildende protestierten damals gegen autoritäre Strukturen, schlechte Ausbildungsbedingungen und mangelnde Mitbestimmung. Sie forderten Respekt, bessere Ausbildungsinhalte und mehr Rechte - und stießen damit wichtige Reformen an.

Teil dieser Bewegung war damals Erik Merks. Er erinnert sich an Demonstrationen, Protestaktionen und daran, wie sich der Alltag für Auszubildende Schritt für Schritt veränderte.

Außerdem hören wir den Historiker Knud Andresen. Er ordnet die Lehrlingsbewegung in die gesellschaftlichen Umbrüche der 1968er-Zeit ein und erklärt, warum sie weit mehr war als ein Ableger der Studentenbewegung.

Und wir sprechen mit Steffen Marquardt von der DGB-Jugend Nord. Er berichtet, mit welchen Problemen Auszubildende heute zu ihm kommen – und warum viele Konflikte von damals bis heute nachwirken.

„Geschichte wird gemacht” ist eine Produktion von Hauseins im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung.   

Host: Maria Popov

Redaktion: Carina Schroeder für Hauseins und Amanda Witkowska für die Hans-Böckler Stiftung.  

Produktionsleitung: Stefanie Groth  

Schnitt und Sounddesign: Joscha Grunewald   

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4-Tage-Woche, mitbestimmtes Arbeiten, Quiet Quitting … die Frage, wie wir arbeiten und wie wir leben wollen, treibt uns um. Während wir darüber nachdenken, was sich ändern sollte, lohnt sich der Blick zurück: Was haben wir eigentlich schon dazu gewonnen - und wie kann es von hier aus weitergehen? In „Geschichte wird gemacht“ zeigen wir euch, wie Gewerkschaften als tragende Säule der Demokratie bessere Arbeits- und Lebensbedingungen für alle erkämpft haben, wie wir heute davon profitieren - aber auch wo noch Luft nach oben ist.

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